Der ultimative 25 Punkte-Plan: wie Du garantiert unglücklich im Leben wirst

Endlich unglücklich im Leben

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Alle schreiben immer darüber, was Du machen musst, um glücklich in Deinem Leben zu werden. Unglücklich zu sein scheint doch aber so viel einfacher zu sein. Deswegen drehe ich den Spieß heute einmal um und erkläre Dir, wie Du garantiert unglücklich im Leben wirst.

Halte Dich möglichst exakt an die Beschreibung, dann steht Deinem Unglück und Deiner Unzufriedenheit nichts mehr im Wege.

1. Richte Dich möglichst viel nach der Meinung von anderen. Eltern, Partner oder Freunde kennen Dich ja schließlich gut und können Dir daher wertvolle Tipps geben, wie Du Dein Leben zu leben hast.

2. Kritisiere Dich selbst, Dein Aussehen und Dein eigenes Verhalten so oft wie es geht

3. Kritisiere und lästere über Andere, ihr Aussehen und ihr Verhalten so oft wie es geht

4. Arbeite wie ein Tier und mach viele Überstunden – nicht, weil Du richtig viel Spaß bei der Arbeit hast – sondern weil Du Karriere machen und viel Geld verdienen möchtest.

5. Wenn Du gestresst bist, beiß die Zähne zusammen und mach genauso weiter. Von nichts kommt nichts.

6. Mach für alles einen Plan und versuche dadurch möglichst Dein ganzes Leben zu kontrollieren.

7. Wenn Du etwas Neues beginnst und es nicht gleich klappt, so wie Du Dir das vorstellst, lass es am besten gleich wieder bleiben. Dann war es wohl nicht das Richtige für Dich.

8. Verschiebe Deine Träume ruhig in die Zukunft, weil Du jetzt nicht genug Zeit oder Geld hast oder Dir der Mut fehlt.

9. Mach Deine Träume ruhig von anderen Dingen abhängig. Wähle bitte aus: Zeit, Geld, Partner, Kinder, Job, Gewicht, Aussehen, Wetter, Auto etc.

10. Auch Dein Glück kannst Du ruhig von anderen Dingen abhängig machen. Wie wäre es mit z.B. Zeit, Geld, Partner, Kinder, Job, Gewicht, Aussehen, Wetter, Auto etc.

11. Wenn Du wütend oder ärgerlich bist, schluck den Ärger einfach runter. Bringt ja nichts, sich jetzt aufzuregen.

12. Für Deine Stimmung kannst Du nun wirklich nichts. Auch sie kannst Du ruhig von anderen Dingen abhängig machen. Wähle bitte aus: Wetter, Verkehrsaufkommen, Kassiererin, Dreckiges-Geschirr-Aufkommen, Chef, Kollegen, Sitz der Haare, Fußballergebnisse etc.

13. Wehre Dich bloß gegen Veränderungen in Deinem Leben, in der Gesellschaft oder der Natur. Geht gar nicht, alles soll gefälligst so bleiben wie es ist.

14. Mach Dir möglichst viele Sorgen.

15. Schau jeden Abend fernsehen – am besten schaust Du Sendungen, bei denen andere Menschen bloß gestellt und blamiert werden.

16. Sei misstrauisch gegenüber anderen Menschen, insbesondere wenn sie Dir nicht ähnlich sind. Man weiß ja nie …

17. Treffe bloß keine Entscheidungen und falls Du nicht darum herum kommst: grübele möglichst lange, ob eine getroffene Entscheidung die Richtige war.

18. Gib anderen die Schuld, wenn etwas in Deinem Leben nicht so ist, wie Du es gerne hättest.

19. Wenn Du traurig bist, schau Dir etwas Schönes oder Lustiges im Internet an. Ein Katzenvideo zum Beispiel. Hauptsache, Du kannst das Gefühl irgendwie schnell wieder wegkriegen.

20. Schere möglichst alle Personen über einen Kamm und stecke sie in Schubladen. Das geht in etwa so: „Männer sind nicht multitasking-fähig, Flüchtlinge sind gefährlich, Arbeitslose sind faul etc.“ Das macht das Leben gleich viel einfacher.

21. Versuche immer vernünftig, rational und erwachsen zu sein und zu handeln.

22. Ließ jeden Tag Nachrichten. Geht ja gar nicht, dass Du über all die schrecklichen Kriege und Verbrechen nicht informiert bist.

23. Mach möglichst viel davon, was alle machen. Kauf Dir immer das neuste Handy, die tollsten Klamotten oder ein schickes Auto. Das macht Dich cool!

24. Hab eine ganz genaue Vorstellung davon, wie andere Menschen sein sollten oder sich verhalten sollten. Sag ihnen das. Insbesondere Dein Partner sollte das endlich kapieren.

25. Glaube immer Deinen Gedanken. Denn natürlich sind sie immer wahr.

Am Anfang wird es Dir nicht leicht fallen, alle Punkte auf einmal umzusetzen. Aber mit ein wenig Zeit und Übung, wirst Du feststellen, wie leicht sich die Sachen in den Alltag integrieren lassen. Nur Mut, probier es ruhig aus, damit Du endlich richtig unzufrieden und unglücklich im Leben sein kannst!

Mal ehrlich

Und nun Spaß beiseite: wie viele Punkte davon sind tatsächlich Bestandteil in Deinem Leben? Welche Punkte entsprechen auch Deinem Verhalten oder Denkweise? Achte einmal darauf und ertappe Dich dabei, wie Du aus reiner Gewohnheit immer gleich denkst oder handelst.

Dann kannst Du an der entsprechenden Stelle einhaken und es diesmal anders machen. Und beim nächsten Mal vielleicht auch.

Alle Punkte sind übrigens menschlich.

 

Hinterlasse mir gerne einen Kommentar, wo Du Dich besonders angesprochen gefühlt hast oder was überhaupt nicht Deiner Erfahrung entspricht. Vielleicht möchtest Du noch Punkte ergänzen?

 

Lesetipp: 3 Gründe, warum Du gemeiner zu Dir selbst bist als zu Deiner Freundin …

 

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Die wahre Ursache warum Du unglücklich im Leben bist

Die wahre Ursache warum Du unglücklich im Leben bist

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Du möchtest glücklich sein? Deine Berufung finden? Endlich Deinen Traumpartner finden? Eine glückliche Beziehung führen? Geld verdienen und reich sein? Dich selbst lieben? Ein Ziel im Leben haben? Ziele erreichen und erfolgreich sein? Mit Dir im Reinen sein?

Und am besten alles gleichzeitig?

Das Internet ist voll mit Lösungen für jeden einzelnen dieser Wünsche, um glücklich im Leben zu werden! Doch letztendlich ist die Lösung für all dieser Wünsche die Gleiche: Kenne Dein Mindset!

Kenne Deine Denkweise

Ich übersetze Mindset nicht wie so viele mit „Einstellung“, denn das hört sich zu leicht an: ändere einfach Deine Einstellung und Du wirst …… (bitte hier Deinen Wunsch einsetzen).

Was ich mit Mindset meine ist die Denkweise. Also die Art und Weise wie Du denkst und dadurch automatisch auch fühlst – und das schon Dein ganzes Leben lang.

Dein bisheriges Denken hat dazu geführt, dass Du heute das Gefühl hast, unglücklich im Leben zu sein. Dein heutiges Leben ist die Summe Deiner vergangenen Gedanken.

Alles im Leben beginnt mit einem Gedanken

Durch einen Gedanken entsteht eine Idee –> dadurch ein Vorhaben –> erfolgt die Umsetzung –> führt zu einer Handlung –> führt zu einem Ergebnis. Oder etwas spiritueller ausgedrückt:

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten.

Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen.

Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten.

Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.

Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

– Chinesisches Sprichwort

 

Wir nutzen die Macht der Gedanken nicht bewusst

Ich wette, dass das Meiste in Deinem Leben entweder so nebenbei entstanden ist, weil es alle so machen oder, weil es von Deinen Eltern oder Umfeld vorgegeben war.

Damit bist Du in bester Gesellschaft. Denn wir kennen es meist ja nicht anders.

Leider lernst Du nicht schon im Kindergarten oder in der Schule, wieviel Macht Deine Gedanken eigentlich über Dein Leben haben und wie Du das für eine positive Lebensgestaltung nutzen kannst. Wir fangen – wenn überhaupt – erst an darüber nachzudenken, wenn wir bereits unglücklich im Leben sind.

 

Doch wenn Dir folgende drei Punkte einmal klar und bewusst sind, dann verändert sich allein dadurch schon Deine Denkweise:

 

1. Du bist eine Denkmaschine

Zentrales Element des menschlichen Daseins ist, dass der Mensch denkt. Du kannst nicht nicht denken. Du kannst das Denken im normalen Wachzustand nicht verhindern.

Pro Tag denkst Du ungefähr 60.000 bis 70.000 Gedanken. Jeder dieser Gedanken – egal ob bewusst oder unbewusst – löst ein Gefühl und damit eine Körperreaktion in Dir aus.

Noch ein paar weitere Fakten: 87 Prozent der Gedanken sind negativ. Und zu 90 Prozent denken wir die gleichen Gedanken, die wir gestern schon gedacht haben. Buuuh!

Woran liegt das?

  • Der Mensch denkt so viel negativ, da ihm das in der Evolution einen Vorteil gebracht hat. Nur die vorsichtigen und umsichtigen Höhlenbewohner haben überlebt. Die tollkühnen Draufgänger wurden vom Säbelzahntiger gefressen.
  • Das Gehirn perfektioniert das Denken, in dem es es automatisiert. Es entwickelt Denk-Gewohnheiten und automatische Assoziationen und Reaktionen. Grundlage für Automatismus ist die Wiederholung.

Das ist durchaus nützlich, denn es spart Zeit und Energie, wenn Du nicht jedes Mal von Neuem darüber nachdenken musst, wie Du Dir die Zähne putzt oder wie Du morgens am besten zur Arbeit kommst.

Allerdings führt es auch dazu, dass Du die meiste Zeit des Tages im Autopiloten unterwegs bist. Die meisten Gedanken und Tätigkeiten laufen automatisch und unbewusst ab – und das jeden Tag.

Damit bist Du nicht mehr Herr Deiner Gedanken, sondern letztendlich Teil eines Programms.

 

2. Du bewertest Gott und die Welt

Zwischen Dir und der Außenwelt steht immer Deine Bewertung. Immer wenn etwas von außen, z.B. der Chef, die Frau an der Kasse, das Geld, Dein Körper auf Dich einwirkt, muss es erstmal durch Deinen Bewertungsfilter durch.

Durch diesen Bewertungsfilter entsteht ein Urteil über die Außenwelt. Die Bewertung erfolgt durch Deine Gedanken und den damit verbundenen Gefühlen auf Basis Deiner Erziehung, Deiner Werte und Deiner bisherigen Erfahrungen.

Und da Du eine Denkmaschine bist (siehe Punkt 1), erfolgt diese Bewertung meistens ganz automatisch, ohne dass Du es mitbekommst.

Der Mensch ist auch eine Bewertungsmaschine

Die Bewertung hat einen praktischen Nutzen. Denn sie ermöglicht Dir einzuschätzen, ob eine Person oder eine Situation bedrohlich, nützlich, angenehm usw. für Dich ist.

Und so bewertest und vergleichst Du alles, was Dir vor die Augen oder in den Sinn kommt nach gut/besser/schlecht/schlechter, arm/reich, groß/klein, vie/mehr/wenig/weniger etc.

Normalerweise schreibst Du dann der Außenwelt die Ursache für die Auswirkung auf Dich zu. Typische Gedanken dazu sind z.B. mein Chef ist schuld, dass ich mich gestresst fühle; ich bekommen mein Leben nicht auf die Reihe, weil mein Partner mich verlassen hat; ich hab schlechte Laune, weil meine Kollegin heute so pampig war…

Deine Bewertung ist die Ursache – die Außenwelt ist nur ein Auslöser

Doch die Außenwelt ist nicht die wahre Ursache für Dein Befinden. Erst durch Deine Bewertung erhält das Außen seine Bedeutung. Du könntest jederzeit völlig anders über die Dinge denken.

Du kennst das: wenn Du einen guten Tag hast, reagierst Du in manchen Situationen viel entspannter als wenn Du schlecht drauf bist. Gleiche Situation = unterschiedliche Bewertung.

Ohne Deine Bewertung ist der Chef erstmal nur eine Person, die eine Arbeit von Dir erledigt haben möchte. Der Stress entsteht erst dadurch, dass Du das Gefühl hast, dass Dir die Zeit nicht reicht oder Du die Aufgabe nicht schaffst. Alternativ könntest Du Dich über eine neue Herausforderung freuen, bei der Du zeigen kannst, was Du drauf hast.

Raus aus der Opferhaltung

Die Außenwelt ist also nur ein Auslöser. Die Ursache für die Wirkung auf Dich liegt in Deiner Bewertung, also in Deinen Gedanken und Gefühlen.

Und das ist eine tolle Nachricht! Denn dadurch bist Du nicht mehr Opfer der Umstände, sondern kannst Deine Situation selbst beeinflussen. Denn es ist einfacher sich selbst zu verändern als andere.

 

3. Du glaubst Deinen Gedanken

Der wichtigste Grund überhaupt, warum Gedanken diese Macht über Dich haben: Du glaubst ihnen!

Erst wenn Du daran glaubst, dass es wahr ist, wenn Dir die Stimme im Kopf sagt „Du schaffst das nicht“ oder „Du könntest mal wieder abnehmen“, können sie eine Wirkung entfalten.

Noch fieser ist es, wenn Du den Gedanken anderer Leute glaubst. Wenn Du Dich z.B. für den bissigen Kommentar der Kollegin rechtfertigst, weil Du ihr irgendwie glaubst, dass „Du mal wieder mehr Engagement in der Arbeit zeigen könntest“.

Mit diesen Gedanken bist Du identifiziert. Sie kleben quasi an Dir, weil Du sie für die Wirklichkeit hältst. Aber das sind sie nicht.

Gedanken sind nur ein Ausschnitt einer subjektiven Welt – bewertet und automatisiert.

Wenn Du sie siehst als das was sie sind – nur Gedanken (egal ob von Dir oder jemand anderem) – dann können sie an Dir abperlen.

Gedanken, die Du nicht glaubst, sind nur Gedanken – sie kommen und gehen.

 

Beobachten, hinterfragen – hinterfragen, beobachten

Wie kannst Du das nun nutzen, um ein glücklicheres Leben zu führen? Indem Du Deine Gedanken beobachtest – immer wieder.

  • Versuche wie ein neutraler Dritte zu beobachten, was in Dir vorgeht. Dadurch hältst Du die Taschenlampe drauf und Du brichst aus dem Automatismus aus. Du schaltest von Autopilot zu Steuerfrau.
  • Lerne Deine Bewertungen zu hinterfragen. Stelle fest, wo sie ganz automatisch stattfinden und auf welcher Grundlage Du eigentlich diese Bewertung abgibst. Ist das Deine eigene Meinung? Hast Du sie übernommen? Ist sie heute überhaupt noch gültig?
  • Und glaube Dir und anderen weniger. Frage Dich, ob die Gedanken wirklich wahr sind. Also so wirklich wirklich unter allen Umständen wahr? Oder gibt es noch eine Alternative wie Du darüber denken könntest? Und musst Du das für Dich annehmen, was Du oder andere über Dich denken? Was macht das mit Dir?

Voraussetzung, um eine Veränderung in Deinem Leben herbeizuführen ist, dass Du den wahren Status quo Deines Mindsets kennst.

Erst wenn Du weißt wie Du bisher denkst und fühlst, kannst Du eine neue Denkweise entwickeln und Veränderung bewirken.

Alles andere wäre nur ein Drüberbügeln oder Umprogrammieren und das führt langfristig nicht in ein glücklicheres Leben.

 

Na, wie sehr beschäftigt Dich die Denkmaschine? Schaffst Du es Deine Gedanken neutral zu betrachten? Und bei welchen fällst Du immer wieder auf Dich selber rein?

 

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Projekt Selbstfindung: wo und wie am besten starten? Oder: wie alles begann

Projektplanung

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Ich glaube ja, wer sich auf den Selbstfindungstrip begibt, hat in fast jedem Lebensbereich eine Baustelle. Da stellt sich dann schon mal die Frage: wo und wie fange ich am besten an?

Nun, am besten dort wo es sich für Dich richtig anfühlt und am Dringlichsten erscheint.

So habe ich das damals gemacht und fühle mich auch heute noch wohl damit.

Nachdem ich meinen Badewannenmoment hatte – also die echt emotionale Erkenntnis, dass es so nicht weiter gehen konnte – habe ich mein Leben umgekrempelt. Ich konnte gar nicht anders. Ich hatte keinen Plan. Ich habe einfach nur ausprobiert und gemacht.

Und so stand ich am Anfang erstmal vor meinem „Trümmerhaufen“, denn ich hatte gefühlt überall eine Baustelle.

Denn der erste wichtige Schritt für meine Lebensveränderung war, meinen Freund und das damit verbundene Leben zu verlassen. Ich war schon lange nicht mehr glücklich in dieser Beziehung, wollte mir das aber nicht eingestehen. Schließlich hing ja eine ganze Lebensplanung mit dran.

Wenn es der richtige Weg ist, wirst Du unterstützt

Durch das Mentaltraining hatte ich aber bereits angefangen wieder Kontakt zu mir selbst aufzunehmen und zu hören, was ich wirklich will bzw. am Anfang vor allem was ich auf keinen Fall will. Daher war die Trennung eine notwendige Konsequenz.

Ich packte also meine Koffer und zog für 2 Wochen zu meinem Bruder, dann zu einer Bekannten, deren Wohnung gerade leer stand. Nach 4 Wochen hatte ich eine neue tolle eigene Wohnung – und das in München, wo man Jahre mit der Wohnungssuche verbringen kann!

Doch ich glaube, wenn Du auf dem richtigen Weg bist, wirst Du – von welchen Kräften auch immer – dabei unterstützt. Manche Dinge ergeben sich dann „ganz einfach“. Zum Beispiel das schnelle Finden einer tollen Wohnung.

Der Selbstfindungstrip beginnt

Da saß ich also in meiner neuen Wohnung (anfangs ohne Geld für Möbel oder Einrichtung), hatte keine Beziehung mehr, keine wirklichen Freundschaften, keine Hobbys, war gesundheitlich angeschlagen und im Job war ich auch nicht glücklich.

Aber ich war hochmotiviert herauszufinden, wie ein Leben aussehen könnte, das wirklich zu mir passt. Denn das war mir zu diesem Zeitpunkt nicht mehr klar. Alles woran ich bis dahin über ein glückliches Leben geglaubt habe, ist durch meinen Badewannenmoment in sich zusammen gefallen.

Die BWLerin macht einen Projektplan

Ich – ganz BWLerin – wollte strategisch vorgehen. Daher habe ich meine Baustellen erst einmal in Projekte unterteilt. Außerdem wollte ich nicht gleich alles auf einmal angehen. Das erschien mir zu viel gleichzeitig.

Daher habe ich mich am Anfang auf die Themen konzentriert, die für mich am dringlichsten waren. Folgende Projekte gab bzw. gibt es bei mir:

1. Projekt: Persönliche Entwicklung

Das und das folgende Projekt war für mich am Anfang das Wichtigste. Ich hatte eine Sehnsucht in mir, mich selbst richtig kennenzulernen. Ich wollte wieder spüren können, was wirklich in mir vorgeht. Ich wollte lernen, mir neu zu vertrauen.

Denn ich hatte das Gefühl diese elementaren Grundlagen eines Sich-Selbst-Bewusst-Seins nicht zu kennen. Darauf habe ich mich anfangs am meisten konzentriert. Dafür habe ich meine Gedanken und Gefühle beobachtet und hinterfragt, beobachtet und hinterfragt – non stop.

Es entstehen Unterprojekte

Dadurch habe ich mich besser kennengelernt, neue Einstellungen entwickelt und ich konnte einzelne Themen konkret in Angriff nehmen. Zum Beispiel wollte ich unbedingt alleine reisen können, ich wollte Leute umarmen können, ich wollte meiner Harmoniesucht trotzen und sagen können, was ich denke etc.

Das alles habe ich dann in einzelnen Unterprojekten für mich gelernt.

2. Projekt: Lebensgestaltung

Auch dieses Projekt hatte am Anfang eine hohe Priorität. Da ich keine Hobbys und keinen Freundeskreis hatte, saß ich ziemlich viel alleine zuhause rum. Das hat mich zum damaligen Zeitpunkt noch sehr gestört, heute brauche ich meine Phasen des Alleinseins.

Also habe ich mich gezielt auf die Suche nach einem Hobby gemacht und dabei versucht neue Leute kennenzulernen. Mein Ziel war etwas zu finden, für was ich mich wirklich begeistern konnte.

Nach der Arbeit einfach nur ins Fitness-Studio oder mit Leuten was trinken zu gehen, so wie das jeder macht, war mir zu wenig. Ich wollte ein wirkliches Hobby.

Ausprobieren gehört zur Suche dazu

Also habe ich ausprobiert: alle Klassiker wie Yoga, Tanzkurse, Wandern mit der Gruppe oder auch ungewöhnliche Sachen wie Krav Maga, Wellenreiten, spirituelle Kurse etc. Dadurch war ich viel unterwegs und habe viele Leute getroffen.

Gefunkt hat es aber bei etwas, auf das ich per Zufall gestoßen bin: West Coast Swing tanzen. Ich hatte vorher nie davon gehört. Weil eine Freundin Swing tanzen war, habe ich im Internet nach Videos geschaut und bin bei einem West Coast Swing Video gelandet.

Für cool befunden, nach einem Kurs recherchiert, angemeldet, angefixt. Obwohl nur 2 Leute bei dem Kurs waren, hat er trotzdem stattgefunden. Das sollte wohl so sein.

Wenn es passt, geht es plötzlich ganz schnell

Ziemlich schnell war ich zweimal die Woche beim Tanzen, weil es mir so viel Spaß machte. Ein drittes Mal kam dazu als mein Tanzlehrer mich fragte, ob ich fest mit ihm trainieren möchte.

Und damit war ich plötzlich einer der Leute, die ein Hobby hatten, für das sie brannten, die was zu erzählen hatten und die dadurch Leute kennengelernt haben. Genauso wie ich es immer haben wollte.

Aber das Projekt: Lebensgestaltung beinhaltet natürlich noch so viel mehr.

3. Projekt: Gesundheit

Natürlich ist die Gesundheit eines der wichtigsten Dinge im Leben. Doch ich habe festgestellt, dass sich die Gesundheit durch die ersten beiden Projekte zum großen Teil von selbst geregelt hat.

Denn letztendlich war die Ursache meiner Beschwerden der Stress und die Unzufriedenheit über mein Leben.

Einklang mit sich selbst verbessert die Gesundheit

Mein Schlafproblem waren allein schon durch die Trennung von meinem Freund erledigt. Seit dem Tag des Auszugs schlafe ich wieder jede Nacht wie ein Stein. Meine Magenprobleme wurden durch die Entspannung beim Mentaltraining besser. Meine Rückenprobleme, weil ich mich mehr bewegt habe und neue Routinen, wie z.B. Yoga am Morgen, entwickelt habe.

Aber auch, weil ich angefangen habe, auf mich und meinen Körper zu hören.

4. Projekt: Liebe/Beziehung

Hier musste ich am Anfang erst einmal die Trennung verarbeiten. Auch wenn diese von mir ausging, war das trotzdem keine leichte Entscheidung und hat mich trotzdem sehr beschäftigt.

Später war das Thema Beziehung erstmal zweitrangig. Die anderen Projekte waren mir wichtiger. Ich war über 3 Jahre Single und das war ok für mich. Schließlich kann man sich alleine am besten kennenlernen.

Erst später bemerkte ich, dass ich u.a. durch meine Angst vor einer neuen Beziehung alleine blieb.

Als es anfing mich zu stören, bekam das „Projekt: Liebe“ Priorität. Ich habe hier gezielt meine Glaubenssätze hinterfragt und neue Vorstellungen über meine ideale Beziehung entwickelt. Dafür war eine Menge Arbeit an meiner Denkweise nötig.

Doch letztendlich hat es sich gelohnt, denn es hat einen ganz wunderbaren Mann in mein Leben gebracht. Unsere Beziehung ist völlig anders als alles was ich bisher erlebt habe und sehr nah dran an meinem Ideal.

5. Projekt: Beruf/Berufung

Tja, das mit der Berufung ist so ein ganz eigenes Thema. Dazu gibt es ja wahnsinnig viel Material und Kurse im Internet. Ich habe vermutlich alle Fragestellungen dazu durch. Und dennoch bin ich hier noch mitten drin in der Reise.

Obwohl ich nicht glücklich in meinem Job war, habe ich dieses Projekt erst einmal hinten angestellt. Ich wollte zuerst in meinem Innern aufräumen, bevor ich im Außen etwas verändere.

Nach zwei Jahren habe ich meinen Job dann doch gekündigt, weil ein vermeintlich Besserer um die Ecke kam. Nach zwei Wochen bin ich wieder zurück in die alte Firma, zwar in Teilzeit (bessere Lebensgestaltung, mehr Zeit zum Tanzen), aber immer noch die gleichen Umstände.

Die Berufung herbei zwingen funktioniert nicht

Zwei Jahre später dann wieder die Kündigung, ohne Nachfolgejob oder -plan. Quasi um das Finden der Berufung endlich zu erzwingen. Kleiner Spoiler: das funktioniert nicht, zumindest nicht bei mir.

Also hier bin ich noch mitten drin. Dieser Blog und die OptimisNews – das Gute-Nachrichten-Magazin sind Teil des Projektes.

Wo es hinführt, kann ich noch nicht sagen. Aber ich bin überzeugt, der Job, der mich erfüllt, wird kommen, wenn die Zeit dafür reif ist.

Nach dem Projekt ist vor dem Projekt

Ich denke jedes genannte Projekt ist ein Lebensprojekt. Denn auch wenn ich in einigen Bereichen bereits echt ein zufriedenstellendes Niveau erreicht habe, möchte ich mich auch dort weiterentwickeln. Oder es kommen neue Aspekte dazu.

Das Leben ist eine ständige Veränderung, daher werden sich auch die Lebensbereiche immer wieder neu ausrichten. Und das ist auch gut so. So bleibt es spannend.

Mit welchem Thema Du am besten bei Deinem Abenteuer Selbstfindung anfängst, kannst nur Du entscheiden. Ich würde sagen, dort wo es für Dich am Dringlichsten erscheint.

Wichtig bei der Selbstfindung sind eigentlich nur folgende Punkte:

  • Sei gnädig mit Dir! Du lernst gerade Dein Leben neu zu leben. Da Du es viele Jahre anders gemacht hast, wird das nicht von Anfang an perfekt funktionieren.

  • Gib Dir Zeit! Wie alles was man neu lernt, benötigt die Veränderung Zeit und ganz viel Übung.

  • Sei aufmerksam! Beobachte Deine Gedanken und Gefühle – immer wieder. Schau, was sich gut anfühlt und wo es Dich hinzieht.

  • Mach kleine Schritte! Auch mit kleinen Schritte kommst Du ans Ziel. Manchmal sogar schneller als mit großen Schritten. Denn die großen Schritte können uns gerne mal überfordern. Erwarte nicht zuviel von Dir.

 

Manche Dinge passieren dann, wenn sie passieren sollen und nicht dann, wenn Du möchtest, dass sie passieren. Du kannst es nur vorbereiten.

 

An welchem Projekt arbeitest Du gerade bei Deiner Selbstfindung? Wie ergeht es Dir dabei? Was hast Du für Dich schon positiv verändert? Schreibe mir Deine Erfahrung gerne in den Kommentar!

 

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