Ein ganz einfacher Gedanke, mit dem Du ganz schnell ins Hier und Jetzt kommst

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Ständig wird uns überall eingetrichtert „Du musst ins Jetzt kommen“, „Sei im Hier und Jetzt“, „Nur im Jetzt findet das Leben statt“.

Was aber, wenn Du nun mal ums Verrecken nicht ins Hier und Jetzt kommst, weil Dich die Gedanken um das aktuelle Projekt nachts wach halten, Du gestresst wegen eines Termins nächste Woche bist oder Du richtige Sorgen wegen Deiner finanziellen Situation hast?

Was hilft Dir das, wenn Du einfach nicht aufhören kannst, Dich über eine Sache zu ärgern, die Dir neulich passiert ist, Du einfach nicht verstehen kannst, wie Dir der Fehler gestern unterlaufen konnte oder Du über ein sonstiges Problem dauergrübelst?

Gar nichts! Denn, wenn es so einfach wäre, würdest Du es ja gerne und bereitwillig tun!

Ich kenne das. Denn selbst nach allen tollen Achtsamkeitsübungen bin ich schwupsdiwups schon wieder mit den Gedanken ganz woanders.

Mit einem Fokussatz ins Hier und Jetzt kommen

Aber ich habe inzwischen einen Fokussatz für mich gefunden, der mich motiviert, ihn mir immer mal wieder ins Bewusstsein zu rufen und damit komme ich dann ganz leicht ins Jetzt.

Ein Fokussatz lenkt Deine Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Thema. Durch ihn sollst Du Dir nichts einreden (wie man das gerne mal mit einer Affirmation macht), denn er soll für Dich stimmig und nachvollziehbar sein.

Vielleicht hilft Dir dieser Fokussatz, Dich öfter mal an das Hier und Jetzt zu erinnern:

 

Im jetzigen Moment ist alles gut.

 

Wieso ist da so?

Während Du Dich nachts im Bett hin und her wälzt und über die Probleme in der Arbeit nachgrübelst ist die Realität im jetzigen Moment folgende: Du liegst im Bett. Dein Bett ist bequem, weich und warm. Die Bettdecke fühlt sich gut auf Deinem Körper an. Um Dich herum hörst Du die Stille der Nacht.

Während Du ganz nervös und aufgeregt zum nächsten Termin hetzt, von dem Du befürchtest, dass er nicht sehr angenehm für Dich werden könnte, ist die Realität im Jetzt folgende: es ist total schönes Wetter. Alles ist in helles Sonnenlicht getaucht. Wenn Du den Kopf hebst, scheint Dir die Sonne ins Gesicht und Du spürst die warme Frühlingsluft auf Deiner Haut.

Während Du Dir ausmalst, was Du Deiner Kollegin alles am liebsten antun würdest, weil Du so wütend auf sie bist, ist die Realität gerade folgende: Du sitzt an Deinem Schreibtisch. Wenn Du aus dem Fenster schaust, siehst Du Leute auf der Straße vorbei gehen und wie sich die Blätter in den Bäumen bewegen. Durchs offene Fenster hörst Du die Blätter rascheln.

Während Du Dir Sorgen machst, wie Du nächsten Monat wohl Deine Miete bezahlen kannst, ist die Realität im jetzigen Moment folgende: Gerade bist Du in Deiner warmen Wohnung und spülst das Geschirr. Du spürst das warme Wasser auf Deiner Haut und hörst die Teller klappern.

Probleme und Sorgen betreffen immer die Vergangenheit oder die Zukunft

Das Prinzip ist immer das Gleiche: Nur den jeweiligen Moment im Hier und Jetzt betrachtet ist alles gut! Die Probleme und Sorgen spielen im jetzigen Moment überhaupt keine Rolle, denn sie betreffen jeweils die Vergangenheit oder die Zukunft. Sie sind in der Wirklichkeit des jetzigen Moments nicht vorhanden.

Das hört sich erstmal trivial an. Aber um es wirklich zu verstehen, musst Du es selbst erfahren. Daher probiere es bitte einmal aus.

Erfahre es selbst

Denke an ein Problem oder eine Sorge. Grüble ordentlich darüber nach. Und dann konzentrierst Du Dich auf den jetzigen Moment.

Nimm wahr, wie Deine Körperhaltung ist.

Was siehst Du um Dich herum?

Was hörst Du?

Was spürst Du?

Nimm Deine Position bzw. Deinen Platz im Raum, in dem Du Dich befindest oder draußen in der Natur wahr.

Tauche ein in das aktuelle Geschehen oder die Ruhe um Dich herum.

Und dann prüfe: Ist Dein Problem jetzt gerade, in dieser Sekunde relevant? Fehlt Dir jetzt gerade für diesen Moment etwas?

Ich vermute mal nicht. Denn im Jetzt existiert Dein Problem oder Deine Sorge nicht. Sie spielen sich in der Vergangenheit oder Zukunft ab. Im jetzigen Moment hast Du alles was Du brauchst. Fühlt sich das nicht gut an?

Seit ich das verstanden und gespürt habe, wie erleichternd das ist, bin ich ganz automatisch motiviert, mir den Fokussatz regelmäßig ins Gedächtnis zu rufen und damit ins Hier und Jetzt zu kommen.

 

Wie sind Deine Erfahrungen mit dem Jetzt? Wie geht es Dir mit dem Fokussatz?

 

Zum Weiterlesen: 3 Gründe, warum Du gemeiner zu Dir selbst bist als zu Deiner Freundin oder: die Arschloch-Stimme in Deinem Kopf

 

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