Die wahre Ursache warum Du unglücklich im Leben bist

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Du möchtest glücklich sein? Deine Berufung finden? Endlich Deinen Traumpartner finden? Eine glückliche Beziehung führen? Geld verdienen und reich sein? Dich selbst lieben? Ein Ziel im Leben haben? Ziele erreichen und erfolgreich sein? Mit Dir im Reinen sein?

Und am besten alles gleichzeitig?

Das Internet ist voll mit Lösungen für jeden einzelnen dieser Wünsche, um glücklich im Leben zu werden! Doch letztendlich ist die Lösung für all dieser Wünsche die Gleiche: Kenne Dein Mindset!

Kenne Deine Denkweise

Ich übersetze Mindset nicht wie so viele mit „Einstellung“, denn das hört sich zu leicht an: ändere einfach Deine Einstellung und Du wirst …… (bitte hier Deinen Wunsch einsetzen).

Was ich mit Mindset meine ist die Denkweise. Also die Art und Weise wie Du denkst und dadurch automatisch auch fühlst – und das schon Dein ganzes Leben lang.

Dein bisheriges Denken hat dazu geführt, dass Du heute das Gefühl hast, unglücklich im Leben zu sein. Dein heutiges Leben ist die Summe Deiner vergangenen Gedanken.

Alles im Leben beginnt mit einem Gedanken

Durch einen Gedanken entsteht eine Idee –> dadurch ein Vorhaben –> erfolgt die Umsetzung –> führt zu einer Handlung –> führt zu einem Ergebnis. Oder etwas spiritueller ausgedrückt:

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten.

Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen.

Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten.

Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.

Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

– Chinesisches Sprichwort

 

Wir nutzen die Macht der Gedanken nicht bewusst

Ich wette, dass das Meiste in Deinem Leben entweder so nebenbei entstanden ist, weil es alle so machen oder, weil es von Deinen Eltern oder Umfeld vorgegeben war.

Damit bist Du in bester Gesellschaft. Denn wir kennen es meist ja nicht anders.

Leider lernst Du nicht schon im Kindergarten oder in der Schule, wieviel Macht Deine Gedanken eigentlich über Dein Leben haben und wie Du das für eine positive Lebensgestaltung nutzen kannst. Wir fangen – wenn überhaupt – erst an darüber nachzudenken, wenn wir bereits unglücklich im Leben sind.

 

Doch wenn Dir folgende drei Punkte einmal klar und bewusst sind, dann verändert sich allein dadurch schon Deine Denkweise:

 

1. Du bist eine Denkmaschine

Zentrales Element des menschlichen Daseins ist, dass der Mensch denkt. Du kannst nicht nicht denken. Du kannst das Denken im normalen Wachzustand nicht verhindern.

Pro Tag denkst Du ungefähr 60.000 bis 70.000 Gedanken. Jeder dieser Gedanken – egal ob bewusst oder unbewusst – löst ein Gefühl und damit eine Körperreaktion in Dir aus.

Noch ein paar weitere Fakten: 87 Prozent der Gedanken sind negativ. Und zu 90 Prozent denken wir die gleichen Gedanken, die wir gestern schon gedacht haben. Buuuh!

Woran liegt das?

  • Der Mensch denkt so viel negativ, da ihm das in der Evolution einen Vorteil gebracht hat. Nur die vorsichtigen und umsichtigen Höhlenbewohner haben überlebt. Die tollkühnen Draufgänger wurden vom Säbelzahntiger gefressen.
  • Das Gehirn perfektioniert das Denken, in dem es es automatisiert. Es entwickelt Denk-Gewohnheiten und automatische Assoziationen und Reaktionen. Grundlage für Automatismus ist die Wiederholung.

Das ist durchaus nützlich, denn es spart Zeit und Energie, wenn Du nicht jedes Mal von Neuem darüber nachdenken musst, wie Du Dir die Zähne putzt oder wie Du morgens am besten zur Arbeit kommst.

Allerdings führt es auch dazu, dass Du die meiste Zeit des Tages im Autopiloten unterwegs bist. Die meisten Gedanken und Tätigkeiten laufen automatisch und unbewusst ab – und das jeden Tag.

Damit bist Du nicht mehr Herr Deiner Gedanken, sondern letztendlich Teil eines Programms.

 

2. Du bewertest Gott und die Welt

Zwischen Dir und der Außenwelt steht immer Deine Bewertung. Immer wenn etwas von außen, z.B. der Chef, die Frau an der Kasse, das Geld, Dein Körper auf Dich einwirkt, muss es erstmal durch Deinen Bewertungsfilter durch.

Durch diesen Bewertungsfilter entsteht ein Urteil über die Außenwelt. Die Bewertung erfolgt durch Deine Gedanken und den damit verbundenen Gefühlen auf Basis Deiner Erziehung, Deiner Werte und Deiner bisherigen Erfahrungen.

Und da Du eine Denkmaschine bist (siehe Punkt 1), erfolgt diese Bewertung meistens ganz automatisch, ohne dass Du es mitbekommst.

Der Mensch ist auch eine Bewertungsmaschine

Die Bewertung hat einen praktischen Nutzen. Denn sie ermöglicht Dir einzuschätzen, ob eine Person oder eine Situation bedrohlich, nützlich, angenehm usw. für Dich ist.

Und so bewertest und vergleichst Du alles, was Dir vor die Augen oder in den Sinn kommt nach gut/besser/schlecht/schlechter, arm/reich, groß/klein, vie/mehr/wenig/weniger etc.

Normalerweise schreibst Du dann der Außenwelt die Ursache für die Auswirkung auf Dich zu. Typische Gedanken dazu sind z.B. mein Chef ist schuld, dass ich mich gestresst fühle; ich bekommen mein Leben nicht auf die Reihe, weil mein Partner mich verlassen hat; ich hab schlechte Laune, weil meine Kollegin heute so pampig war…

Deine Bewertung ist die Ursache – die Außenwelt ist nur ein Auslöser

Doch die Außenwelt ist nicht die wahre Ursache für Dein Befinden. Erst durch Deine Bewertung erhält das Außen seine Bedeutung. Du könntest jederzeit völlig anders über die Dinge denken.

Du kennst das: wenn Du einen guten Tag hast, reagierst Du in manchen Situationen viel entspannter als wenn Du schlecht drauf bist. Gleiche Situation = unterschiedliche Bewertung.

Ohne Deine Bewertung ist der Chef erstmal nur eine Person, die eine Arbeit von Dir erledigt haben möchte. Der Stress entsteht erst dadurch, dass Du das Gefühl hast, dass Dir die Zeit nicht reicht oder Du die Aufgabe nicht schaffst. Alternativ könntest Du Dich über eine neue Herausforderung freuen, bei der Du zeigen kannst, was Du drauf hast.

Raus aus der Opferhaltung

Die Außenwelt ist also nur ein Auslöser. Die Ursache für die Wirkung auf Dich liegt in Deiner Bewertung, also in Deinen Gedanken und Gefühlen.

Und das ist eine tolle Nachricht! Denn dadurch bist Du nicht mehr Opfer der Umstände, sondern kannst Deine Situation selbst beeinflussen. Denn es ist einfacher sich selbst zu verändern als andere.

 

3. Du glaubst Deinen Gedanken

Der wichtigste Grund überhaupt, warum Gedanken diese Macht über Dich haben: Du glaubst ihnen!

Erst wenn Du daran glaubst, dass es wahr ist, wenn Dir die Stimme im Kopf sagt „Du schaffst das nicht“ oder „Du könntest mal wieder abnehmen“, können sie eine Wirkung entfalten.

Noch fieser ist es, wenn Du den Gedanken anderer Leute glaubst. Wenn Du Dich z.B. für den bissigen Kommentar der Kollegin rechtfertigst, weil Du ihr irgendwie glaubst, dass „Du mal wieder mehr Engagement in der Arbeit zeigen könntest“.

Mit diesen Gedanken bist Du identifiziert. Sie kleben quasi an Dir, weil Du sie für die Wirklichkeit hältst. Aber das sind sie nicht.

Gedanken sind nur ein Ausschnitt einer subjektiven Welt – bewertet und automatisiert.

Wenn Du sie siehst als das was sie sind – nur Gedanken (egal ob von Dir oder jemand anderem) – dann können sie an Dir abperlen.

Gedanken, die Du nicht glaubst, sind nur Gedanken – sie kommen und gehen.

 

Beobachten, hinterfragen – hinterfragen, beobachten

Wie kannst Du das nun nutzen, um ein glücklicheres Leben zu führen? Indem Du Deine Gedanken beobachtest – immer wieder.

  • Versuche wie ein neutraler Dritte zu beobachten, was in Dir vorgeht. Dadurch hältst Du die Taschenlampe drauf und Du brichst aus dem Automatismus aus. Du schaltest von Autopilot zu Steuerfrau.
  • Lerne Deine Bewertungen zu hinterfragen. Stelle fest, wo sie ganz automatisch stattfinden und auf welcher Grundlage Du eigentlich diese Bewertung abgibst. Ist das Deine eigene Meinung? Hast Du sie übernommen? Ist sie heute überhaupt noch gültig?
  • Und glaube Dir und anderen weniger. Frage Dich, ob die Gedanken wirklich wahr sind. Also so wirklich wirklich unter allen Umständen wahr? Oder gibt es noch eine Alternative wie Du darüber denken könntest? Und musst Du das für Dich annehmen, was Du oder andere über Dich denken? Was macht das mit Dir?

Voraussetzung, um eine Veränderung in Deinem Leben herbeizuführen ist, dass Du den wahren Status quo Deines Mindsets kennst.

Erst wenn Du weißt wie Du bisher denkst und fühlst, kannst Du eine neue Denkweise entwickeln und Veränderung bewirken.

Alles andere wäre nur ein Drüberbügeln oder Umprogrammieren und das führt langfristig nicht in ein glücklicheres Leben.

 

Na, wie sehr beschäftigt Dich die Denkmaschine? Schaffst Du es Deine Gedanken neutral zu betrachten? Und bei welchen fällst Du immer wieder auf Dich selber rein?

 

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